Über Nachhaltigkeit

Das Prinzip der Nachhaltigkeit (Sustainability) gilt seit einigen Jahren als Leitbild für eine zufunktsfähige Entwicklung der Menschheit und wird heute in vielen Zusammenhängen gebraucht.
Der Begriff der Nachhaltigkeit wurde vor etwas 300 Jahren vom Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz in der Sibelstadt Freiberg in Bezug auf Waldbewirtschaftung erwähnt. Der ursprüngliche Wortsinn von Nachhaltigkeit wurde nach Konrad Ott in seinem Buchbeitrag “Läßt sich das Nachhaltigkeitskonzept auf Wissen anwenden?” im Jahr 1999 so definiert:

„Regenerierbare lebende Ressourcen dürfen nur in dem Maße genutzt werden, wie Bestände natürlich nachwachsen.“

Dieser Begriff wurde bei der Suche nach einer geeigneten Übersetzung für die englischen Wörte sustainable und sustainability zurückbesonnen.
Die 1983 von den vereinten Nationen eingesetzte Weltkommission für Umwelt und Entwicklung unter dem Vorsitz der ehemaligen norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland wurde beauftragt, langfristige Perspektiven für eine Entwicklungspolitik aufzuzeigen, die zugleich umweltschonend ist. Im Zusammenhang mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit wurde in ihrem Abschlussdokument “Unsere gemeinsame Zukunft”, auch als Brundtland-Bericht genannt, das Konzept der nachhaltigen Entwicklung folgendermaßen definiert:

„Dauerhafte (nachhaltige) Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können. Zwei Schlüsselbegriffe sind wichtig:
- der Begriff ‘Bedürfnisse’, insbesondere die Grundbedürfnisse der Ärmsten der Welt sollen Priorität haben
- der Gedanke von Beschränkungen, die der Stand der Technologie und der sozialen Organisation auf die Fähigkeit der Umwelt ausübt, gegenwärtige und zukünftige Bedürfnisse zu befriedigen.”

Auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der VN im Jahr 1992 in Rio de Janeiro wurde Nachhaltigkeit bzw. nachhaltige Entwicklung als normatives, internationales Leitprinzip anerkannt und als Grundprinzip der Agenda 21 verankert. Seit dem Rio-Gipfel 1992 bezieht sich Nachhaltigkeit nicht mehr nur vorrangig auf den langfristigen Schutz von Umwelt und Ressourcen, sondern gleichberechtigt auf die Berücksichtigung sozialer und ökonomischer Gesichtspunkte. Diese drei Aspekte werden als Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit bezeichnet. (Abbildung, Quelle: http://www.generation-europe.eu/forum/2010/10/to-better-understand-the-word-sustainability/) Es wird heutzutage für immer mehr Bereiche eine nachhaltige Entwicklung postuliert, z.B. für den individuellen Lebensstil oder für ganze Sektoren wie Mobilität und Energieversorgung.
Ziel der Projektgruppe “Sustainable Customer Relationship Management für Elektromobilität mit SOA” ist es, den Kunden einen auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten Mobilitäts-Service anzubieten, der kostengünstig, aber auch nachhaltig ist. Im Rahmen dieses Projektes werden Nachhaltigkeit und CRM miteinander verbunden. An dieser Stelle werden nicht nur die langfristigen Kundenbeziehungen, sondern auch der nachhaltige Angebot sowie der nachhaltige Konsum berücksichtigt, wodurch die zentrale Frage beim nachhaltigen CRM beantwortet wird, was und wie viel man dem Kunden verkaufen kann, damit die Ressourcen auch noch für zukünftige Generationen erhalten bleiben.

(Bilder von formandfunction.com)

Improve Your Life, Go The myEASY Way™