Multimodale Mobilität

Unter multimodaler Mobilität versteht man die Fortbewegung mit „wechselnder Nutzung von Verkehrsmitteln über einen bestimmten Zeitraum“ (Quelle: VCÖ).
Da das Konzept der multimodalen Mobilität eine nachhaltige Fortbewegung im vollen Umfang unterstützten kann, bildet es die Grundlage für die Jinengo-Plattform. Dabei gilt es eine Verlagerung der klassischen PKW-Kilometer auf öffentliche Verkehrsmittel, Car-Sharing und Car-Pooling Angebote sowie auf die Nutzung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen zu erreichen. So soll eine möglichst nachhaltige Fortbewegung eines Jinengo-Nutzers sichergestellt werden.
Jinengo bietet dem Nutzer dafür die Möglichkeit, eine Strecke durch eine Kombination der für die spezifische Route nachhaltigsten Verkehrsmittel zu planen. Diese nachhaltige und multimodale Routenplanung wird durch den Einsatz verschiedenster Routenplanungsagenten ermöglicht.

Die Elektromobilität gilt momentan als das zukunftsträchtigste Verkehrsmittel im deutschen Verkehrssystem. Der Plan der Bundesregierung, bis 2020 mindestens 1 Million Elektroautos auf die deutschen Straßen zu bringen, zeigt was für einen enormen Stellenwert diese Fahrzeugklasse in Zukunft haben wird. Natürlich ist die aktuelle Zahl von Elektroautos auf den Straßen momentan noch verschwindend gering. Gründe dafür liegen momentan noch vor allem in den hohen Kosten und den geringen Reichweiten dieser Fahrzeuge. Prognosen von verschiedenen Studien besagen jedoch, dass die Preise für den Li-Ionen Akku, welcher momentan mit ca. 600€/kWh noch eines der teuersten Teile an einem Elektroauto ist, sich in den nächsten Jahren mindestens halbieren wird. Auch die Reichweite soll sich in der nächsten Zeit deutlich erhöhen, wie zum Beispiel schon jetzt das Technologieunternehmen DBM Energy mit ihrer 600-Kilometerfahrt eindrucksvoll bewiesen hat.

Die aktive Förderung von Elektroautos durch die Bundesregierung, welche sich zum Beispiel schon jetzt in der Befreiung von der Kfz-Steuer in den ersten fünf Jahren zeigt, verspricht zukünftig deutliche Kostenvorteile für Elektroautos. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt ist das Fahren mit dem Elektroauto bei einem Verbrauch von 20 kWh / 100km bezogen auf die reinen Energiekosten deutlich billiger als die Fahrt mit einem Benziner oder Diesel. Zusätzlich lässt die bis zum Jahre 2020 zu erwartende deutliche Erhöhung des Ölpreises einen weiteren Anstieg der Kosten eines Fahrzeuges mit Verbrennungsmotor vermuten.

Weiterhin sind die Lebenszyklus-Emissionen eines Elektroautos, zumindest bei der Verwendung von regenerativen Energien zum Aufladen des Akkus, bereits zum jetzigen Zeitpunkt geringer als die eines Fahrzeuges mit Verbrennungsmotor. In Zukunft ist weiterhin damit zu rechnen, dass die Stromerzeugung durch den Ausbau der regenerativen Energiequellen sehr viel emissionsärmer wird.

Die im Rahmen der Projektgruppe „Sustainable Customer Relationship Management für EMobility Services mit SOA“ zu entwickelnde Software zur nachhaltigen Mobilitätsplanung wird das Fortbewegungsmittel Elektroauto auf Grund des hohen Zukunftspotentials dieses Fahrzeuges explizit berücksichtigen. Dabei sollen zum Beispiel die Kosten und Emissionen eines Elektroautos auf der zu fahrenden Strecke ermittelt werden, um es mit anderen Fortbewegungsmitteln vergleichbar zu machen.

(Bild von  John Flower)

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